Unpraetentiös und irgendwie voellig passend fand die Veranstaltung in einem alten und/oder etwas verschlissenen Hoersaal statt. Neben dem Kuenstler und seinem Team, der deutschen Botschafterin und den Vertretern des Goethe-Institutes waren vor allem lokale Kuenstler und viele Studenten gekommen. Trotz der Waerme im Saal war die Stimmung von anfang an angeregt und offen, und gespannt wartete man auf den Beginn des Abends. Das Ganze lief angenehm erdnah und chaotisch ab, und zunaechst wurde von der "Brecht-gruppe" (einer gruppe von Studenten der deutschen Sprache aus dem Goethe-Institut) eine schauspielerische Vorstellung ueber die Zerrissenheit eines Mannes zwischen seiner treuen Ehefrau, seiner raffgierigen Geliebten und seinem hartherzigen Chef dargeboten, liebevoll selbst geschrieben und arrangiert von einem der aelteren Schueler, und komplett in deutscher Sprache mit herzergreifendem franzoesisch-burkinabéschem Akzent gehalten. 
Nach der Pflichtansprache des Institutsdirektors hatte dann endlich der Kuenstler selbst das Wort, und Bild und Ausdruck und Irrlichter auf Film, und einen irgendwie panisch-ueberforderten aber doch tapferen Uebersetzer an seiner seite. Insgesamt ging es um einen Ueberblick ueber seine Arbeit, von ihren Anfaengen ueber grosse laute provokative Projekte und Platz und Bedeutung feiner Details in grossen Werken (wie z.B. die stille Taenzerin, die sich auf dem zeitgerafft verwesenden Hasen fast unmerklich materialisiert, bis sie schliesslich die Szene nahezu dominiert mit ihrem neuen Leben, das aus dem Vergehenden entstanden ist, bis sich alles in Licht aufloest), bis schliesslich zu seinem aktuellen Projekt des afrikanischen Opernhauses, dass ja den Anlass fuer den Besuch hier darstellt. Untermalt wurden die Ausfuehrungen Christoph Schlingensiefs immer wieder von Kostproben seiner Arbeit, kroenend in einem mehrminuetigen Ausschnitt aus der Oper "Eine Kirche der angst vor dem fremden in mir", ein bedrueckendes, ergreifendes, verstoerendes, anmutiges, friedbringendes, wuestes Werk, dass wohl nicht nur mich fasziniert und atemlos auf dem sitz zurueckliess. 

Wie kann man einen solchen Abend beschreiben..? Aufwuehlend, ergreifend, intensiv. Ja, sicherlich. Insbesondere die fast wuetende Warnung an die anwesenden, doch ja grossteils von Deutschland traeumenden Studenten, Deutschland nicht fuer "so toll" zu halten angesichts von heimlichen Abschiebungen und rassistischen Fehlentscheidungen bei den Wagner-Festspielen, und der Appell, Spuren zu hinterlassen, zu lernen und etwas zu bewegen, stiess im Publikum (ausser vielleicht bei der dann zunehmend verspannten deutschen Botschafterin
auf grossen Anklang. Ein spannender, aussergewoehnlicher Mensch fand ich. Umso ueberraschender, dass er im persoenlichen Kontakt einfach so richtig *nett* ist. Es kommt mir fast profan vor das so zu schreiben, aber genau so ist es. Erdig-warm und offen war das ganze Team in den anschliessenden Gespraechen.
Das Schlingensief'sche Team wird von einer Fernsehcrew der ARD begleitet, die eine Dokumentation ueber die Sondierungsreise nach dem geeigneten Ort fuer das afrikanische Festspielhaus dreht. Nach Abschluss der Veranstaltung sollte dann noch ein kurzes Interview mit Irène gefuhert werden, wofuer ich als Uebersetzerin einspringen sollte. Unverhofft fand auch ich mich jedoch ploetzlich mit ebenso anregenden wie schwierigen Fragen der Journalistin konfrontiert, und hoerte mich im Wechsel mit Irène in die Kamera sprechen. Ein unverhofft spannender und interessanter Abend, zu dessen Abschluss wir Christoph und seine Freundin ins Hotel zurueckbrachten um dann anschliessend bei einem kuehlen Brakina in einer kleinen, windschiefen Kneipe am Strassenrand den Abend angemessen schraeg ausklingen zu lassen ![]()

Schlingensief und die anderen remains copyright of the author mefia, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Gestern hatte mein onkel fuer mich ueberraschend ein fruehes treffen mit einer befreundeten Gyn-Professorin vereinbart, und da Josie sie als ihre behandelnde aerztin kennt, wollte sie mich persoenlich zu ihr ins Hôpital central bringen. Also was vernuenftiges angezogen, und durch staub und hitze auf josie's klapperndem moto zum krankenhaus.. Zunaechst gestaltete sich die Suche nach Frau Prof. Thiéba aber schwieriger als erwartet, und die dienstbaren Geister des Krankenhauses in den diversen Tarnfarben ihrer jeweiligen Berufsgruppe schickten uns von Pontius zu Pilatus, um die Professorin zu finden. Schliesslich erfuhren wir von einem unwirschen aber muerrischen OP-Pfleger, dass sich die gesuchte Aerztin fuer unbestimmte Zeit im OP befinde, und er uns ans Herz lege, uns zu trollen. Um den Ausflug aber dennoch wenigstens lohnend zu machen, begaben wir uns zum trost auf einen ausgiebigen rundgang ueber das klinikumsgelaende. 

Der compound des krankenhauses ist sehr weitlaeufig, und es gibt neben den diversen fachgebieten und kliniken 2 kirchen und eine moschee, sowie ein krematorium und eine blutbank auf dem anwesen. Insgesamt befinden sich die gebaeude aber in einem doch eher fragwuerdigen zustand.
Kaum waren wir nach unserem gut einstuendigen spaziergang in der mittagshitze schweissgebadet und erledigt wieder zuhause angekommen, rief Prof. Thiéba zurueck um mitzuteilen dass sie nun aus dem OP heraus und fuer die verabredung bereit sei. Also aller-retour in frischer klamotte, wieder auf das moto und schnell zurueck zum krankenhaus. dort erwischten wir die ueberraschend junge, hellwache und autoritaere Frau Professor gerade am ende ihrer consultations, ihrer Sprechstunde. Nach einer herzlichen Begruessung mit den besten Wuenschen an meinen onkel teilte sie uns mit dass sie sich auf dem Sprung befinde fuer ihre abreise nach Angola zu einem Kongress, und verwies uns an einen ihrer Kollegen, der uns bereitwillig das département der "materinté", der frauenklinik, zeigte. Die innere Struktur und Organisation insbesondere des OP- und Kreissaalbereichs aehneln der in der Unifrauenklinik in Accra. Im Vergleich zu ghana ist aber die Abteilung in einem zum teil atemberaubend katastrophalen Zustand, es mangelt wirklich an ALLEM und beim Durchlaufen der einzelnen Raeumlichkeiten schien es oft, als sei nicht mal ein Mindestmass an Hygiene zu gewaehrleisten unter den vorherrschenden Umstaenden. Feundlicherweise durfte ich mir als Ehrengast eine OP aussuchen, der ich beiwohnen wollte und entschied mich fuer eine gerade beginnende abdominale Hysterektomie. 
Das OP-Team bestand aus einem hiesigen und einem ghanaischen chirurgen, sowie einem weiteren Gastarzt aus Algerien. Insgesamt war man aufgeregt-erfreut ueber den unerwarteten Besuch und der Austausch war gleich freundlich und rege. Zum abschluss des insgesamt mehrstuendigen Rundgangs gab es eine Begehung der bettenstationen mit ihren zimmern verschiedener "kategorien", entsprechend der finanziellen mittel der patientin. insgesamt gibt es 4 zimmerkategorien, die hoechste ist ein 1- bis 2-bett-zimmer und kostet 4.000 francs CFA (umgerechnet ca. 6 €) pro Tag. Im gegensatz zu den public hospitals in Ghana wird hier das Essen zentral zubereitet und fuer die Patienten auf grossen Rollwagen direkt auf die Stationen gebracht. dort helfen schwestern und verwandte dann dabei, das essen fuer die patienten in deren mitgebrachte Schuesseln zu portionieren. Die versorgung mit medikamenten, infusionen und verbandmaterial ist allerdings genau so geregelt wie in ghana: der Arzt stellt ein rezept ueber die benoetigten medikamente aus, und die familie des angehoerigen besorgt diese in der hauseigenen apotheke. Falls ein patient keine familie hat oder die familie keine mittel... "Voilà..là, c'est compliqué..." sagt Dr. Maoudi kopfschuettelnd und setzt den rundgang fort. Obwohl ich public hospitals in tropischer Region gewoehnt bin und die oft improvisierten Umstaende kenne, war dieses Krankenhaus mit seiner ganz eigenen Realitaet doch nachhaltig beeindruckend muss ich sagen.
Abends waren alle Jugendlichen des Hauses dann bei Tante Tiziana zum Essen eingeladen. Leichtsinnig hatte ich zugesagt und mich frohen Mutes fuer den abend vorbereitet, als klar wurde dass wir alle auf motos durch die stadt fahren wuerden.. Uargh. So ganz geheuer ist mir das ja nach wie vor nicht. Klar, fahrtwind, freiheit, jugend und so - aber selbst abends ist die luft noch so heiss und staubig, die strassen sind unuebersichtlich voll und dann ging es auch noch quer durch ein gesamtes quartier, in dem der strom (also auch die strassenbeleuchtung) ausgefallen war. Als wir nach einer halben stunde endlich bei tiziana ankamen, war ich bereits fix und fertig
Die in ihrem ebenerdigen haus ueber den tag aufgestaute hitze und die durcheinander tobenden kinder, katzen, hunde, verwandten gaben mir dann gaenzlich den rest. So reichten lust und energie fuer den von Irène geplanten naechtlichen Absacker in einer bar in der naehe mit taenzernund musikern, die ich kennenlernen sollte, am ende einfach nicht mehr aus.
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Dazu wurde extra eine Art fester grobgeflochtener Gebetsteppich auf der Veranda ausgerollt, und die gesamte Bagage platzierte sich um die aufgetragenen Speisen. Meine zunaechst noch optimistischen Versuche, nach dem essen ein Weilchen in ruhe und frieden in der mittagssonne zu doesen scheiterten klaeglich an meiner bezaubernd suessen, aber dann doch auch einfach ungeheuer quasselfreudigen kleinen Cousine Zalissa. Nachdem sie sich nach laengerem Gestrampel und Gezappel auf der Liege neben mir dann doch lieber fuer MEINE Liege entschieden hatte, war es ihr dann trotz meines bereitwilligen Umzugs auf den ihr angedachten Platz doch schlicht und ergreifend zu lahm mit mir, so dass die den gesamten restlichen Mittag damit verbrachte saemtliche ihrer eigenen Bewegungen und Handlungen lautstark zu moderieren. Irgendwann habe ich ihr weichgekocht das Feld ueberlassen und mich zu den (tagsueber) erfreulich friedlichen und vor allem schweigsamen (!) Hunden in den schatten getrollt.
Abends durften die Maedels des Hauses dann mit Irènes grossem Benz zum Kino fahren und ich - als einzige der Rappelbande MIT fueherschein - durfte fahren. Speziell daran war, dass meine cousinen bis zum Kinoparkplatz nicht verstanden haben, dass ich das Strassennetz von Ouagadougou nicht wie sie seit meiner Kindheit kenne und die Fragen nach der richtung und dem Weg auch wirklich wirklich ernst meine. So waren sie dann an jeder Ecke und an jeder Ampel aufs neue ueberrascht und verwundert, wenn ich wissen wollte, wie und vor allem WOHIN es weitergeht. "Aber du HAST doch einen Fuehrerschein, oder nicht?!" - "Aehm, ja klar." - "Ja, aber wieso fragst du dann?"
..denn sie wissen nicht, was sie tun.
Das kino nennt sich ganz einfach "ciné burkina" und ist wirklich gut ausgestattet, bis hin zum popcorn und den obligatorischen platzanweisern mit taschenlampe und seltsamem Kostuem. Ich hatte mich einfach mal spontan mitschleifen lassen ohne die genauen Plaene der Maedels zu kennen und war so irgendwo halfway zwischen ueberrascht und entgeistert als klar wurde, welchen Film sie ausgewaehlt hatten: "Le gaucher d'Abidjan", eine zauberhafte Produktion ueber einen bäuerlichen *Deppen*, der sich auf den Weg macht in die grosse Stadt um dort seine erfolgreiche Schwester zu besuchen. Natuerlich faellt er unterwegs ueber alle zur Verfuegung stehenden Stoecke und Steine und verknallt sich dann vor Ort zu allem Uberfluss in die zauberhaft-klumpige massivst fettleibige beste Freundin seiner Schwester. Nachdem sie ihn ueber Wochen muehselig in den Gebrauch von Messer und Gabel und auch sonst in die High Society von Abidjan eingefuehrt hat, muss sie dann am Ende vor dem Traualtar feststellen, dass der Dorfbursche in seiner Heimat bereits verheiratet ist - natuerlich mit einer Kleinwuechsigen mit alberner Stimme, die ebenso spontan wie lauthals kreischend bei der Hochzeitszeremonie auftaucht. Ein Träumchen, dieser Film, aber das Kino ist bis auf den letzten Platz besetzt und die Menge ist hellauf begeistert. Und angesichts der ruehrenden aufgeregten Zwischenrufe und des immer wieder aufbrausenden Szenenapplaus kann man sich dem ganzen Spektakel dann doch irgendwie nicht so recht entziehen.. ![]()

Jetzt ist es nacht, und die Hunde nerven mit ihrem Gejaule die letzten toten Geister aus dem Bett. Nachts ist es kaum weniger heiss als tagsueber, aber die Stimmung ist eine ganz andere, wenn das Haus so ruhig und leise wird.
"Le gaucher d'Abidjan" remains copyright of the author mefia, a member of the travel community Travellerspoint.
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Tag und Nacht im Wakatti remains copyright of the author mefia, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Ouaga life remains copyright of the author mefia, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>paris - bamako - ouagadougou remains copyright of the author mefia, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>trinidad, cienfuegos, topes de collantes remains copyright of the author mefia, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>pinar del rio und valle de vinales remains copyright of the author mefia, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>am naechsten tag dann frueh los, quer durch die stadt, bin durch einen zufall in einem verfallenen ehemals chinesischen viertel gelandet, von dem ich garnicht wusste, dass es existiert, und wo ich einige ehemals herrschaftliche hotels gesehen habe, die nun nur noch ruinen sind - aber man kann sich den glanz vergangener tage gut vorstellen! am nachmittag habe ich das capitolio besichtigt, oben genanntes monument, in dem die weltweit drittgroesste statue (in einem raum) steht, eine 13 meter hohe bronze-statue einer frau, die ich faszinierend fand und auf die ich im vorhinein schon sehr gespannt war. zu ihren fuessen ist ein grosser diamant in den boden eingelassen, und das ist der nullpunkt, von dem aus in kuba alle entfernungen gemessen werden! :-)
pause mit lokalem malzbier in einer bar mit zwei FURCHTBAREN britinnen im bierduseligen flirt-modus mit der schon am hellichten tag nicht minder bierduseligen hausband. nach einem mittagessen mit angenehmer kubanischer musikeinlage gabs dann zum dessert haarstraeubende darbietungen einer der beiden ladies, die sich fuer ein (noch!) verkanntes operetten-talent hielt. einfach zum weinen, zum niederknien und um-gnade-bitten, aber die alte war einfach komplett schmerzfrei und traellerte munter weiter, immer schoen konsequent off-key. oh mann. die leude.
im anschluss nachmittags dann ein ausflug in die 'casa de la musica', ein kleines aber super sortiertes geschaeft, in dem es ausschliesslich lokal produzierte musik gibt. der verkaeufer war sehr nett und konnte genau so viel englisch wie ich spanisch, aber musik war ein sehr starker gemeinsamer nenner, und so haben wir knapp 2 stunden lang zusammen ueber die verschiedenen musikrichtungen und -stile kubas geplaudert und stapelweise cds durchgehoert. wunderbar! ![]()
zum abschluss am spaeten nachmittag dann eine stadtrundfahrt mit dem open-air doppeldeckerbus, bei der ich Juan, einen sehr netten ecuadorianer kennengelernt habe, der auch alleine reist. wir haben die meiste zeit franzoesich gesprochen, weil das dem spanischen naeher und fuer ihn daher einfacher war, ausserdem hat er mal ein austausch-jahr in belgien gemacht. das programm hat er dann aber abgebrochen und sein studium pausiert, um stattdessen lieber durch europa zu reisen. so smart! :-)
am abend haben wir uns am malecon wiedergetroffen, der hafenpromenade am kai, wo sich am abend hunderte paerchen und cliquen zum flanieren, plaudern, musizieren und knutschen treffen und wo man prima am wasser abhaengen kann. zum abendessen bin ich ins "jazz cafe" eingekehrt, ein bar/restaurant in der oberen etage einer galerie mit geschaeften und einer art gekachelten autospur, die sich im inneren des gebaeudes um das treppenhaus und die geschaefte nach oben schlaengelt. von den gut 13 kellnern in dem laden sprach genau ein halber gebrochen englisch, und ich war froh maite's mini-dictionary mitgenommen zu haben, auch wenn ich damit wie ein depp ueber der karte hing und die kellner sich etwas ueber mich bekichert haben
) die band war der HAMMER, 8-koepfig samt saxophon und einem blasinstrument was ich noch nie gesehen hatte, einem gast-trommler aus china, und spielte einen mix aus son, salsa, jazz und african drumming. die leute haben getobt, und im nachhinein erzaehlte man mir, dass dies ein lokal sei, in dem die hiesige schickeria aus tv und film einkehrt abends
nice.
nach dem essen hab ich mir einen mojito gegoennt, der in einem vertrauenerweckend kleinen glaeschen daherkam, mich dann aber ganz easy in einem schuss aus den socken gepfiffen hat. so hab ich dann am ende auch doch meinem impuls nachgegeben, und neben ein paar aelteren leuten zwischen den tischen getanzt
aufgefordert wurde ich von einem drummer, der wohl in den 70ern mal gueldene zeiten in amerika hatte, und diesen sommer auch beim jazzfestival in tuebingen auftreten wird. leider hab ich seinen namen vergessen - dafier erinnere ich mich sehr lebhaft an seine trotz fortgeschrittenen alters ausgesprochen tanzmoves und seine gruendlich feuchte aussprache.
soviel heute. morgen mehr. ![]()
sonne, liebe, kuesse und so. von mir fuer euch, aus kuba!
noch mehr havanna :) remains copyright of the author mefia, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>ciudad de habana - havanna city remains copyright of the author mefia, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>ueber varadero selbst laesst sich nicht viel berichten, es ist eine landzunge im norden kubas, die fuer die allgemeinbevoelkerung kaum zugaenglich ist - ausser als angestellte in hotels oder geschaeften. insgesamt ist es hier irgendwie surreal und unwirklich, weil sehr aufgeraeumt und seltsam leer auf den strassen.. selbst die kubaner die ich bisher gesprochen habe sagen dies sei eine unechte welt und nicht das wahre kuba. bisher war ich zu muede mich auf die reise ins land zu machen, aber das werde ich bald beginnen und bin schon sehr gespannt.
gestern war ich mit zwei kanadiern aus meinem hotel auf einem so genannten "handwerkermarkt". spassig war einzig die scooter-fahrt dahin, denn auf dem markt selbst gab es einen haufen geschmacklosen schrott, zum grossen teil aus plastik - eine wahre touristenfalle eben. zu meinem blanken entsetzen fanden die beiden jungs die sachen ganz schoen und haben sich tatsaechlich ein paar che guevara-bilder gekauft (keine weiteren fragen!!), sowie ein paar schnitzereien.
abends ging es dann gemeinsam mit einem maedel, die im hotel als taenzerin arbeitet, in einen der vielen nachtclubs in der naehe. dass der laden eine komplett-katastrophe ist war mir schon beim anstehen in der schlange angesichts der voellig ueberdreheten grosszuegig geschaetzt durchschnittlich 17-jaehrigen puertoricaner klar. genau SO hab ich mir den amerikanischen spring break vorgestellt, und weiss jetzt auch ganz genau, warum ich da nie hin wollte! :-)
meine fassungslosigkeit angesichts der zu techno-salsa (ja, tatsache) tobenden ballermann-esquen meute hab ich dann einfach mit bierchen runtergespuelt und mich todesmutig und voellig schmerzfrei einfach ins getuemmel gestuerzt. irgendwann in der mitte der nacht wechselte dann die musik irgendwo grob in richtung hiphop, ich war ein bisschen versoehnt und der meute war es eh egal. insgesamt hab ich trotz allem irgendwie total viel spass gehabt und mich am ende praechtig amuesiert!
auf kuba nichts neues.. remains copyright of the author mefia, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>nach 10 stunden flug (eingeklemmt zwischen einer besoffenen und maulig-streitlustigen russischen oma einerseits und einem plauderwuetigen maschinenbauer aus kassel, der mit mir seine schreibmaschinen-getippten spanisch-lernunterlagen durchgehen wollte) dann gestern nachmittag ankunft in varadero an der kubanischen nordkueste. schon am flughafen war ohne spanischkenntnisse improvisation gefragt, und ich wurde mehrfach von beamten des innenministeriums ebenso kritisch beaeugt wie befragt, weil sie mich alle fuer eine kubanerin hielten. total strange finde ich, dass man hier in varadero mit euro bezahlen kann - mir leuchtet ein dass fuer den seit 2004 verbotenen dollar ersatz gefunden werden musste, aber irgendwie fuehlt es sich doch einfach nicht *richtig* an.
das hotel ist, wie versprochen, direkt am strand, hat verschiedene restaurants und bars und ueberhaupt, und gestern spielte schon direkt ein buena-vista-social-club-verschnitt fuer touris neben dem pool. Insgesamt ist es schoen hier, erinnert mich aber in jeder hinsicht daran, warum hotelurlaub nie so ganz meins ist: mir ist diese grenzenlose verfuegbarkeit von speisen, spiel, entertainment und sonstigen services irgendwie nicht ganz geheuer, und ich empfinde es (auch angesichts der lebensrealitaet der einheimischen hier) als etwas surreal, wie eine kleine parallelwelt. hab mich einige zeit mit einem alten runzligen kellner unterhalten, der recht gut deutsch spricht, weil er seit jahren darauf hofft, endlich mal seine freunde in frankfurt besuchen zu duerfen - bisher ohne glueck. mittlerweile habe er sich an den ueberfluss gewoehnt, der ihn alltaeglich umgibt und an dem er aber niemals teilhaben kann, auch wenn er es "erstaunlich" findet, was auslaender so alles brauchen. :-)
Am spannendsten finde ich, mir ein land und seine gegebenheiten selbst zu erschliessen, angesichts meiner durch abwesenheit glaenzenden spanischkenntnisse bin ich aber mal gespannt, wie sich das so realisieren laesst...
Erstaunlich finde ich, dass die strassen hier ganz leer sind irgendwie (wenngleich varadero natuerlich auch keine grosse stadt ist). aber bis auf einige oldtimer (tatsaechlich!! :-), sehr wenige taxen und eine pferdekutsche habe ich keine autos gesehen. die parkplaetze an denen wir gestern vorbeikamen waren fast ausnahmslos leer. ich hoffe dass ich im laufe meines aufenthalts hier vieles von dem verstehen lerne, was hier alltag ist, und werde mich in den naechsten tagen mit dem fahrrad auf erkundungstour durch die gegend machen..
Ich hoffe, es geht Euch allen gut und gruesse Euch aus der heissen (34 C!!!) Ferne :-)
J
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]]>Am Freitag waren wir auf einem Huegel hoch oben ueber Scarborough beim Fort King George, was eigentlich eher wie ein ziemlich kleines und uraltes Kloster aussieht als wie ein richtiges Fort. Allerdings hat man von dort oben eine wirklich atemberaubende Aussicht ueber die Bucht von Scarborough und den Hafen - man kann von da oben sogar bis nach Trinidad sehen..
Gestern Abend waren wir mit Robert, einem sehr netten Trini den wir hier kennengelernt haben in Buccoo bei der "Sunday School", eine allwoechentliche riesige Strandparty mit massenhaft Leuten, Essensstaenden und Gambler-Tischen ueberall. Es war (wie alle Parties bisher) ein ziemliches Erlebnis :-) Apropos Erlebnis: Am Freitag Abend waren wir im "Shade", einem grossen Open Air Club in der Naehe von Crown Point, wo wie es schien ganz Tobago zum tanzen gekommen war. Beim Anstehen in der Schlange dann die Riesen-Ueberraschung: Vor uns stand ein Bekannter von mir aus Duesseldorf!! Wir konnten unseren Augen kaum trauen, aber er war's wirklich - er arbeitet hier fuer 3 Monate in einer Sprachschule und macht sich unverschaemterweise einfach mal ein richtig laues Leben :-) Naja, wir hatten einen super Abend zusammen, und der Club war auch wirklich ganz klasse: eine art grosser tropischer Garten mit einem riesigen Pavillion in der Mitte, also eine Art DAch auf Saeulen, unter dem sich Bar und Dj-Pult befanden..hui, Freude! ;-)
Pigeon Point - Fort King George - Sunday School remains copyright of the author mefia, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>nach ca. 12 stunden Flug (Inklusive 1 1/2 Stunden Transit in Venezuela) bin ich gestern abend gegen 20 Uhr local time fix und fertig in Tobago angekommen.. Der Airport hat in etwa die Groesse des Dortmunder Flughafens, und auch der Rest von Crown Point kommt mir nich wesentlich groesser vor.. Nach 20 Uhr hat hier irgendwie so gut wie ALLES geschlossen, aber ich hab zum Glueck trotzdem schnell ein Zimmer gefunden. Meine erste Begegnung mit der hiesigen Bevoelkerung war die Passkontrolle, an der ich in unverstehbarem Slang nach meinen Beweggruenden fuer die Reise und meiner sonstigen Vorgeschichte ausgequetscht wurde. Man wollte wissen, woher ich Jemanden aus Trinidad kenne, und wie lang genau ich auf welcher Insel zu bleiben gedenke und ueberhaupt. Als Naechstes folgte dann der Gang zum Tourist Information Centre, das direkt auf der anderen Strassenseite liegt. Die dicke Madam darin hat mir einige Broschueren in die Hand gedrueckt und war auch sonst sehr nett, leider aber nich in der Lage, mir nun die genauen Abfahrtszeiten fuer die Faehre mitzuteilen. Auch ein Anruf beim Hafen in Scarborough konnte keine Abhilfe schaffen, da man dort noch nich so genau wusste, ob man nun die Fahrt durchfuehren wuerde oder eher nich..Naja, wollte dann eigentlich heute morgen die Faehre nach Trinidad nehmen, aber als ich um 6 Uhr loswollte, um die Faehre, die 'wahrscheinlich um halb 7, vielleicht 7, vielleicht aber auch nicht, you should check with them to make sure' fahren sollte zu nehmen, sagte mir die Landlady vom Guesthouse, dass sie gerade eine Freundin da abgesetzt habe und dass die Faehre um halb 6 schon startklar gewesen und jetzt sicher laengst weg sei. So pfeife ich dann also fuer heute auf die Bootsromantik und nehme gleich den Flieger nach Trinidad, in der Hoffnung dort auf Afton zu treffen.
Ich melde mich spaeter aus Trinidad. Ju
Crown Point, Tobago remains copyright of the author mefia, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Zur Zeit ist alles noch etwas chaotisch, und ich frage mich, ob ich mit dem Packen wohl rechtzeitig fertig werde..aber meine Begeisterung für den Trip nach Trinidad und Tobago ist ungetrübt, und ich FREU FREU FREU mich auf den Urlaub!!
Bis ganz bald *aus der Karibik*, J
Reisevorbereitungen... remains copyright of the author mefia, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Jeden Abend sammeln sich an der Hauptstrasse meines Viertels, die von Bäumen gesäumt ist, riesige Vögelschwärme und lassen sich schnatternd und kreischend auf den Bäumen nieder. Wie es *unter* den Bäumen dann aussieht, goes without saying :-) Auf der ganzen Strasse riecht es abends wie im Affenhaus, und der Lärm ist wirklich atemberaubend. Naja, und so hat sich die Stadt was ganz Raffiniertes einfallen lassen, um der Lage Herr zu werden :
Schießkommandos!!
Als ich vor 2 Tagen im Internetcafé an besagter Vogelstrasse sass, gab es draussen plötzlich einen unglaublichen Knall. Alle haben sich total erschreckt, und einer lief zum Fenster und meinte dann beruhigend „Ein Schuss!!“. Mir liefs erstmal eiskalt den Rücken runter, und ich war direkt froh dass die Typen im Internetcafé mich inzwischen gut kennen, und mir im Zweifelsfall sicher Schutz vor dem marodierenden Pöbel bieten würden, den ich mir sofort vorstellte - denn draussen auf der Strasse brach Hektik aus, und mehrere Leute riefen irgendwas durcheinander..
Nach einem Blick aus dem Fenster dann die verwunderliche Auflösung : mehrere Männer in Arbeitskleidung und mit offiziellen Fahrzeugen standen unter den Bäumen entlang der Strasse und *schossen ins Geäst*!! Einer hatte einen grossen Apparat aus dem elektrische Vogelgeräusche kamen - das sollte die Vögel wohl alle zu einer Stelle locken, und die anderen ballerten in die Schwärme hinein. Abgesehen von den lauten Knarren knallten die Vögel mit einigem Lärm auf die unter den Bäumen geparkten Autos runter.
Ein grausliches Spektakel. WAS ist eigentlich *los* mit den Franzosen??! Sie schiessen mit Kanonen auf Spatzen, Muhaha. Ich habe dann meine Internet-Session abgebrochen und bin schleunigst nach hause gegangen.
Aber auch sonst war diese Woche bisher etwas beunrhigend im Gesamtverlauf : Auf meiner Station gibt es tatsächlich eine Patientin mit Creutzfeld-Jakob! Ich finde es ganz furchtbar, das mit anzusehen - vor allem weil man einfach nicht wirklich etwas machen kann. Anfangs dachte ich noch, ich hätte es falsch verstanden, aber sie sind sich tatsächlich sicher, und es kommen eigentlich auch keine anderen Differentialdiagnosen mehr in Frage. Ich wusste bisher, dass es diese Krankheit zwar gibt, aber ich hätte gedacht dass sie noch viel viel seltener ist, und man sie daher im Prinzip nie zu Gesicht bekommt. Tja, und plötzlich liegt diese Patientin da, und ich finde es sehr schwer zu begreifen.
Ebenso verwirrend wie die Tatsache, dass genau auf meiner Station eine andere ERASMUS-lerin liegt, bei der man jetzt eine Multiple Sklerose festgestellt hat. Das ist doch einfach nicht mehr normal. Wie heisst das in der Statistik so schön - „Überzufällige Häufung“ ?!
Ich arbeite derweil so gut ich kann am Stoff weiter, inzwischen hat ja das HNO-, Augen- und Psychiatrie-Enseignement angefangen, und ich merke dass ich mich wirklich reinhängen muss, um der Lage (auf französisch) Herr zu werden. Da es hier ja leider keine Multiple-Choice-Fragen in den Prüfungen gibt, sondern ausschliesslich klinische Fälle mit Prosa-Fragen, und wahrscheinlich pro Fach noch eine praktische Prüfung (Anamnese, klinische Untersuchung etc), muss man sich irgendwie doch ganz anders vorbereiten als in Deutschland. Mal sehen wie es wird, ich versuche es auf jeden Fall, so gut ich kann..
Leider drehen sie gerade im Sprachkurs total am Rad, und abgesehen dass ich diese Woche aus Spass an der Freud einfach mal 6 (!!) statt wie sonst 4 Stunden Sprachkurs hab, kriegen wir jetzt in jeder Sitzung eine lächerliche Menge an Hausaufgaben auf - für den schriftlichen Kurs zum Beispiel sollen wir als Hausaufgabe gleich *DREI* Resumés schreiben, statt wie sonst eines. Ist natürlich auch klar, dass genau *mein* Kurs von einem hoch-eloquenten Privatschullehrer geleitet wird, der sich scheinbar zum Ziel gesetzt hat, aus uns unkonzipierten Haufen eine Art Ausländer-Elite zusammenzuschneidern. Und da darf natürlich kein trivialer (=gut verständlicher) Text in unseren Unterrichtseinheiten vorkommen!
Nun ja, so läuft das Leben hier weiter vor sich hin, und ich freue mich auf die Weihnachtsferien.
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]]>Nach dem Heimaturlaub ist das Wiedereinleben schwer, aber nach wie vor sind alle sehr nett hier und das ist ja schon mal garnicht schlecht :-) Gestern nacht gegen halb 3 wurde ich denn auch prompt von einer fröhlichen Horde französischer Studenten zu einem Nacht-Bier eingeladen - Wohnheim ist einfach klasse ;-) Für alle, die sich aufgrund der scheinbar dramatischen Nachrichten über die Lage hier Sorgen um mein Leibeswohl machen : Rennes ist und bleibt eine kleine Stadt, und bis auf ein paar brennende Mülltonnen vor dem Wohnheim, einigen Feueralarmen und den obligatorischen Auto-Alarmen jede Nacht ist hier eigentlich alles wie immer :-) Na gut, nachts rumort jetzt manchmal der Pöbel durch die Gassen, aber da ich nachts nich in den Gassen unterwegs bin kann mir das ja nu auch herzlich egal sein. Letzte Woche hingen an der Uni Plakate die die Studenten zu einem Protest gegen die Ausrufung (sagt man das so? ich hab keine Ahnung) des Notstandes aufforderten, aber das fand ich angesichts der wirklich nicht besorgniserregenden Lage wirklich etwas übertrieben.
Was die Uni betrifft, bin ich nach wie vor in der Neurologie, allerdings haben wir jetzt nachmittags Kurse in Hals-Nasen-Ohren- (O.R.L.) und Augenheilkunde, sowie in Psychiatrie. Die Visisten dauern mit dem neuen Oberarzt immer ewig lange, und trotzdem wundern sich die französichen Studenten, wenn ich nach geschlagenen 3 Stunden einfach keine Lust mehr hab. ich hab das Gefühl, sie sind einfach einiges schmerzfreier als ich.. Das Gute ist, das es nach jeder (!) Visiste immer Kuchen gibt (von den Studenten gebacken und mitgebracht, versteht sich - wär sonst ja auch zu schön gewesen), und man dann beim Schmausen noch einige CT's anschaut und der Oberarzt einem ein paar Spezialfälle erklärt. Also SO kann ich arbeiten :-)
So, das wars schon wieder von mir. So viel Neues gibt es nicht - letztlich ist ja doch alles auch einfach Alltag, auch wenn es weit weg und in einer anderen Sprache ist. Sobald man einer regelmässigen Tätigkeit nachgeht, hat man schon verloren und der Alltag holt einen gnadenlos ein :-) Also: nen schönen Gruss von mir und bis bald! J
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]]>Heute morgen fing dann für mich der Ernst des Lebens endlich an - mein Blockpraktikum in der Neurologie. Hier hab ich auch endlich die ersten Studenten näher kennengelernt, die mich total nett empfingen und mir alles echt super erklärt haben. konnte mir einen ersten überblick darüber machen, wie man hier in Frankreich ein Anamnesegespräch führt (erstaunlicherweise hab ich alles super verstanden und konnte sogar völlig ohne Verständigungsprobleme eigene Fragen stellen!), und wie man dieses dann gemeinsam mit den Untersuchungsergebnissen dokumentiert. Werde in den nächsten Tagen meine eigenen Patienten zugeteilt bekommen, die ich erst aufnehmen, und dann täglich nachkontrollieren, sowie bei den Visiten vorstellen muss. Kann kaum glauben, dass ich das tatsächlich mache - alles auf französisch! Wie schon in der augenheilkunde sind die Ärzte in der Neuro total nett und heute hat einer den Studenten eine CD-Rom mit Powerpoint-Präsentationen und anderen Unterlagen zu den Fächern unserer Blockpraktikums-Einheit gegeben. Diese Unterlagen ersetzen das Lehrbuch und sind somit Gold wert - und das für lau, und vom Oberarzt selbst ausgearbeitet! Also DAS nenn ich nett zu den Studenten! Bin sehr zufrieden, heute nachmittag erwartet uns noch eine Vorlesung, und heute abend muss ich dann schnell noch meine 'Hausaufgaben' für den Sprachkurs machen... - Wer hat eigentlich gedacht, dass das hier SO viel Arbeit wird?? Also *ich* nicht! :-))
Wieder in Rennes remains copyright of the author mefia, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Naja, wollte hiermit nur mal kurz ein Lebenszeichen von mir geben und sagen dass es mir gut geht und alles soweit okay ist.
Ich hoffe ich schaffe es später endlich mal in Ruhe zu schreiben... Bis dahin, Gruss+Kuss, J
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]]>Paris ist sehr anstrengend wie ich finde, das Bahnnetz kann es was Strecken-Wirrwarr und Kabelsalat betrifft ganz locker mit London aufnehmen! Naja, hab mir den Weg vom Flughafen Charles de Gaulle nach zum Gare Montparnasse gebahnt (eine wunderschoene Gegend uebrigens, mit ausschliesslich alten Hausern und belebten Gassen und vollen Strassencafés sogar um diese Zeit..) Hab hier wie erwartet festgestellt dass der letzte Zug bereits laengst abgefahren war, und so stand ich nun vor der Frage der Unterbringung... Hab voellig fix und fertig (ich schleppe immerhin 4 *schwere* Gepaeckstuecke mit mir herum!) bei einem Buedchenverkaeufer nach Rat bezueglich guenstiger Hotels gefragt. UNd siehe da - er wollte eh grad den Laden dichtmachen und hat dann gemeinsam mit einem Freund meine 'Betreuung' uebernommen :-) Erstmal wurde ich zur zuginformation zurueckgeschleppt, um genaueres ueber die verbindung zu erfragen. Dann wurde der Warteraum des Bahnhofs als nicht standesgemaesse Unterbringung befunden und die naechste halben Stunde verbrachten wir damit, verschiedene Bahnhofsangestellte nach guenstigen Hotels zu befragen. Schliesslich haben sie mit mir mehrere Hotels in unmittelbarer Naehe zum Bahnhof abgeklappert und schliesslich haben wir auch eins gefunden : hab also jetzt ein Mini-Zimmer im 6. Stock (in Worten : SECHS), ohne Aufzug, versteht sich. Mein Gepaeck wurde dann aber auch ganz hoeflich nach oben geschleppt, und zum Abschluss wurde ich noch zu einer Limonade und einer Pizza eingeladen (in einem kleinen Café an der Ecke, wo wir irgendein Fussballspiel angesehen haben. :-) Es war sehr lustig, und es wurden in keinster Weise unangebrachte Avancen gemacht, wenn ihr versteht was ich meine! Naja, der eine hat mir dann noch die telefonnummer seiner schwester gegeben, die in rennes mit ihrem mann und kindern lebt und die ich anrufen soll, falls ich schzwierigkeiten habe! Na, also DAS nenn ich doch mal wieder voelkerverstaendigung ;-)) Also, alles prima, morgen frueh gehts nach rennes und ich freu mich! Gute Nacht allerseits! Kuss, Ju
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]]>Auf dem Weg nach KL : Mein Uebergepaeck wurde grosszuegig durchgewunken, allerdings stellte die Officerin beim Durchleuchten meines Handgepaecks entgeistert fest, dass es sich bei dem hoelzernen Kunstgegenstand den ich mitfuehren wollte um eine "Waffe" (Originalzitat) handele, die ich unter keinen Umstaenden mit in die Kabine nehmen duerfe. (Um genau zu sein, handelt es sich um eine geschnitzte Gardinenstange) Umgehend wurde ich zum Check-In zurueckgeschickt. Mein Handgepaeck (bis auf die Stange) durfte ich allerdings *nicht* mitnehmen. Trotz meines herzhaften Misstrauens in die offizielle Beaufsichtigung meines Handgepaecks fuegte ich mich aufgrund des eindeutigen Mangels an Alternativen, und dackelte zum Check-In zurueck... - nur um festzustellen, dass dieser fuer *meinen* Flug bereits geschlossen war. Wie gesagt : Ich habe die Begeisterung erfunden. Nach einigen Negotiations mit dem Wuerdentraeger hinter dem Schalter bin ich meine Stange dann aber doch noch losgeworden und hab den Flug gerade noch gekriegt.
KL : Ankunft mittags, kurz nach 2. Wieder mal ziemlich platt und mit massenhaft gepaeck schlurf ich durch den Flughafen. Auf der Suche nach einem Locker fuer mein Gepaeck wurde ich von einem windigen Geschaeftsmann abgefangen, der mir fuer 70 Ringgit (?!) eine 'Aufbewahrung an einem sicheren Ort' verkaufen wollte. *Wo* dieser geheimnisvolle Ort sein soll wollte er mir aber nicht verraten, und mitkommen und *sehen* wo mein Gepaeck gelagert wird, ging auch ueberhaupt nicht. Auf meine Frage nach einem Locker, in den ich *selbst* mein Gepaeck einfuelle und dann *selbst* den Schluessel behalte, hat er mich doch tatsaechlich ausgelacht und behauptet sowas gaebe es nich! Dabei stand der Riesenarsch genau mit dem ruecken zu dem entsprechenden Schalter (der halt nur als solcher nich direkt erkennbar war). Als ich mcih ueber seine Methoden beschwert hab, war er beleidigt, und da hab ich beschlossen, lieber einen Tag mit meinem Kram durch KL zu schleppen als ihn diesem Lurch zu ueberlassen! Am ende hab ich dann doch noch eine offizielle Verwahrungsstelle gefunden und konnte unbeschwert in richtung stadt losstarten. Meinen letzten Tag in KL hab ich mit schlendern und shoppen verbracht, und hab sogar nochmal ein paar richtig nette und interessante Leute kennengelernt so kurz vor Schluss :-)
Jetzt bin ich in Dubai, hier ist es kurz nach 7 morgens und ich warte auf meinen Weiterflug.. Der Flug von KL hierher war total anstrengend, eine reihe weiter sass ein Junge mit bellendem Husten, der mich nach einigen stunden dann langsam aber sicher *weichgekocht* hatte. Aus unerklaerlichen Gruenden wurde auch zwischendurch staendig das Deckenlicht angemacht, und alle naselang wurde ich fuer irgendeinen belanglosen snack aus dem tiefschlaf erweckt (oder damit ich meinen sitz nach vorne beugen soll -der hinter mir koenne *seinen* snack sonst nicht geniessen) Bitte?!! Nun ja, gleich gehts weiter - man darf gespannt sein.. Bis spaeter, J
Ferienende, oder : Kuching - KL - Dubai remains copyright of the author mefia, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Man mag es ja kaum fuer moeglich halten in anbetracht meiner ausgiebigen Rundreise durchs ganze land in den letzten wochen - aber meine letzten tage hier in malaysia hab ich tatsaechlich in Kuching komplett und *ausschliesslich* mit lungern verbracht :-) Hab kein Museum angeguckt, und keine historischen Staetten besichtigt, auf die Tempel hatte ich auch keine grosse Lust, und fuer laengere Fahrten war dann doch die Zeit zu knapp.. Abgesehen davon hab ich mich in den letzten tagen einer bleiernen muedigkeit ausgeliefert gesehen, die wohl vom ewigen Aufraffen, Sachen packen, Weiterreisen, Ankommen, Auspacken, Aufraffen, Sachen packen.... kommt. Nunja, so hab ich denn den Entschluss gefasst, fuer den rest meiner reise einfach *garkeine* entschluesse mehr zu fassen ,sondern einfach an Ort und stelle zu verbleiben :-) Und so hab ich es dann auch gemacht - und irgendwie ist die Zeit total schnell verflogen zum Schluss..
Die Abende habe ich immer im "Junk" oder sonst wo mit George und seinen Freunden verbracht, mit vielen Bieren, schoener Musik und ebenso guten Gespraechen. Was ich tagsueber eigentlich so gemacht hab weiss ich irgendwie schon garnich mehr so recht, aber ich hab mich tatsaechlich einfach zu platt gefuehlt, um noch nach Singapore und Melaka weiterzufahren wie urspruenglich geplant.. So werde ich denn morgen frueh hier in Kuching meinen Flug nach KL nehmen, und dort noch einen ganzen Tag verbringen, bis abends (gut, keine Beschoenigungsversuche : Nachts um 2..) mein Flug ueber Dubai *nach hause* geht!! Ich muss ganz ehrlich sagen, ich stehe meiner Rueckreise mit gemischten Gefuehlen gegenueber - nach hause kommen nach laengerer Zeit ist doch immer irgendwie komisch...und schoen..und kalt..weiss auch nich - schaun wir mal ;-)
Tja, mehr gibts an dieser Stelle eigentlich garnicht zu sagen, ausser : Schoenen Gruss und bis bald, und : Holt mich eigentlich einer ab?!?
Ach ja, und : Danke fuer den Fisch! ;-) *nur fuers Riddle*
Lungern in Kuching remains copyright of the author mefia, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>KK - Kuching remains copyright of the author mefia, a member of the travel community Travellerspoint.
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]]>Nach der arbeit wollte ich vorher noch schnell von der hauptpost aus ein paket nach hause schicken, damit ich nich so schwer zu schleppen hab.. Ebenso aetzend wie ueberraschen stellte sich das als hochkompliziertes Unterfangen heraus, und bald stand ich voellig fertig, mit zausem haar und wutknoten im bauch vor dem ahnungslosen postbeamten. das verschicken von paketen ist hier ein hochkomplexer vorgang, der sich im wesentlichen in folgende arbeitsschritte unterteilt :
1. frohen mutes rein in die post, 2. anliegen vorbringen (mehrfach) , 3.warten bis der beamte zuende mit seiner frau telefoniert hat , 4. anliegen vorbringen,moeglichst laut und deutlich, 5. paket ueber den schalter schieben, 6.warten bis der beamte zu ende mit seiner kollegin gequatscht hat, 7. paket zuruecknehmen, zaehneknirschend einen schreibwarenladen suchen - braunes packpapier besorgen, 8. verschwitzt zur post zuruecktraben, paket einpacken, wieder ueber den schalter, 9. paket erneut zuruecknehmen, leise fluchend einen schreibwarenladen aufsuchen - bindfaden besorgen, 10. auf dem letzten loch pfeifend zur post zuruecktraben, paket verschnueren, wieder ueber den schalter, 11.formular ausfuellen (*JEDEN* gegenstand *EINZELN* auflisten, den das paket enthaelt...noch fragen??!!), 12.warten bis der beamte fertig mit seiner tante telefoniert hat, 13.sein letztes hemd fuer briefmarken ueber den schalter schieben, 14. fluchend versuchen nicht-mehr-so-wirklich-selbstklebende briefmarken auf dem paket zu befestigen, 15.paket ein letztes mal ueber den schalter, 16. einige feuerbaelle hinterherschicken - ***FERTIG!!***
Die preise sind total ueberteuert und die leute bei der post sind lahmarschig - dafuer sind sie aber wenigstens herzerweichend unfaehig, und sind eigentlich die meiste zeit mit quatschen und/oder telefonieren beschaeftigt oder glaenzen einfach gleich durch abwesenheit. zu allem ueberfluss wars auch noch superheiss gestern und ich hab mir froehlich arsch und zwirn zusammengeschwitzt. herrlich! ![]()
Hab dann wie gesagt mein hostel gekuendigt und mich mit sack und pack auf den weg zur faehre gemacht. eine ganz schoene tour, aber mit der faehre ueberzusetzen war wirklich aeusserst angenehm..-ich fahre sehr gerne mit booten, und zuegen und bussen :-) naja, in butterworth angekommen, war der angenehme part dann auch schlagartig wieder vorbei : also so einen schaebigen, widerlichen und duesteren busbahnhof hab ich ja wirklich noch nie gesehen! Er liegt auf einem dreckigen schlecht beleuchteten parkplatz unter einer bruecke, mitten im industriegebiet und direkt an der faehren-anlegestelle..Man findet nix und niemanden, weil es einfach zu dunkel ist und hinweisschilder oder information gibt es auch keine. nur sehr viele ueberwiegend fragwuerdige bis zwielichtige gestalten, schroffe 'bus-schreier' (die aggressiv um jeden fahrgast werben indem sie laut schreien wo sie hinfahren und einen im zweifelsfall auch mal am weitergehen hindern bis sie feststellen dass man schon ein ticket hat und somit eh aus der zielgrupe faellt) und auch sonst viel gesindel, neben den fahrgaesten. Es war einfach alles super dreckig da, und nachdem ich weder meinen bus noch meine reiseagentur finden konnte, mir mehrere bus-schreier in die ohren gebruellt haben und mir zum kroenenden abschluss auch noch die kakerlaken um die fuesse liefen, hab ich mal spontan beschlossen, dass es mir reicht! hab mir dann einen bus-schreier gesucht und solange in gleicher lautstaerke zurueckgeschrien, bis er mich erhoert hat und mir erklaerte wie ich meinen bus finden kann. Ich war echt froh, als ich endlich im bus sass , und hab auch direkt ein paar nette leute kennengelernt - 1 alleinreisendes maedel aus england, ein englisches paerchen und einen hollaender der eine weltreise macht. die busfahrt war dann auch zunaechst ganz angenehm, hab erst einwenig mit den leuten geplaudert und bin dann ziemlich bald eingepennt...um 4 uhr morgens wurden wir dann ploetzlich geweckt, und ziemlich schroff dazu aufgefordert, jetzt sofort (schnell, schnell) den bus zu wechseln. wir waren alle voellig verwirrt und schlaftrunken, und zum glueck war ich noch geistesgegenwaertig genug, um meinen rucksack auch umzuladen - der waer sonst wahrscheinlich ohne mich ins nirgendwo weitergereist.. war alles etwas komisch, aber richtig komisch wurde es dann, als wir um halb 6 in einem kleinen, gottverlassenen staedtchen mit wenig beleuchtung und keiner menschenseele weit und breit ausgeladen wurden. haben uns mehrfach rueckversichert dass DAS auch wirklich kuala besut sei, und im endeffekt blieb nix weiter als darauf zu vertrauen. als der bus weg war, kamen dann auch tatsaechlich ein paar leute, und haben uns zu dem jeweiligen buero der agentur gebracht, ueber die man gebucht hatte.da hiess es dann erstmal warten - gute 1 1/2 stunden (mit rucksack auf dem schoss, weil der boden voller krabbelzeug war -kakerlaken inklusive), bis die boote eintreffen und uns rueber zur perhentian island bringen sollten.. in der zwischenzeit wollten ein paar leute und ich dann gerne noch schnell zur bank, durften dann aber feststellen, dass die naechste bank im knapp 25km entfernten jetty town ist..also, rein ins taxi und los. insgesamt waren wir zu viert - der weltreisende hollaender, ein sehr nettes norwegisches paerchen und ich - und binnen kuerzester zeit hatten auch alle ihr geld - ausser mir! irgendwas stimmte nicht, und ich konnte den automaten beim besten willen einfach nicht dazu bewegen, mir kohle auszuspucken. semi-verzweifelt bin ich dann wieder mit zurueck und hab den anderen gewunken als sie ins boot gestiegen sind (nur mal kurz am rande : auf perhentian gibt es keine bank und natuerlich auch keinen automaten)..ich hab mich dann im buero des reiseveranstalters auf dem sofa zusammengerollt udn knapp 2 stunden gewartet - bis endlich die banken aufmachten. wieder zurueck nach jetty town, aber auch am schalter - kein erfolg, keine kohle.. jetzt bin ich wieder in kuala besut, und warte darauf, dass die leute von der kreditkarten-company in deutschland mal langsam ihre aeuglein aufmachen und sich in ihr callcenter bewegen, damit ich sie anrufen und alles klaeren kann. Ja, reisen ist spass, und manchmal auch nicht! ;-)
hab eben beim mittagessen ein paar nette leute kennengelernt und mich (immer schoen optimistisch bleiben! ;-) fuer spaeter mit ihnen auf der insel verabredet - man darf gespannt sein, ob und *wann* ich da ankomme! also, drueckt mir die daumen und bis bald ! :-) gruss und kuss, und schluss!J
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